Ursache, Symptome & Tipps dagegen: Winterdepression
Winterdepression: Alles was Du darüber wissen musst
Wenn die Tage kürzer werden, die Sonne sich seltener zeigt und die Temperaturen sinken, leiden viele Menschen unter Antriebslosigkeit, Müdigkeit und einer gedrückten Stimmung. Während manche lediglich vom sogenannten Winterblues betroffen sind, entwickelt sich bei anderen eine echte Winterdepression. Doch woran erkennt man die Symptome einer Winterdepression und was kann man dagegen tun?
In diesem Beitrag erfährst Du, wie eine Winterdepression entsteht, welche Symptome typisch sind und wie Du Deinen Körper und Deine Psyche in der dunklen Jahreszeit unterstützen kannst.
Was ist eine Winterdepression?
Die Winterdepression, medizinisch als saisonal abhängige Depression (SAD – Seasonal Affective Disorder) bezeichnet, ist eine Form der Depression, die regelmäßig in den Herbst- und Wintermonaten auftritt. Mit zunehmender Tageslänge im Frühjahr und Sommer bessern sich die Beschwerden meist wieder.
Experten gehen davon aus, dass insbesondere der Mangel an natürlichem Tageslicht eine wichtige Rolle bei der Entstehung spielt. Dadurch können verschiedene Prozesse im Gehirn beeinflusst werden, die unsere Stimmung, unseren Schlaf-Wach-Rhythmus und unser Energielevel regulieren.
Winterdepression oder Winterblues - Wo ist der Unterschied?
Nicht jede schlechte Stimmung im Winter ist automatisch eine Winterdepression. Viele Menschen kennen den sogenannten Winterblues. Dabei handelt es sich meist um eine vorübergehende Stimmungsschwankung, die den Alltag kaum beeinträchtigt.
Eine Winterdepression geht dagegen deutlich über gelegentliche schlechte Laune hinaus. Die Beschwerden halten oft über Wochen oder Monate an und können die Lebensqualität sowie die Leistungsfähigkeit erheblich einschränken.
Schlechte Laune ohne Grund – Ursachen einer Winterdepression?
Nicht jede schlechte Stimmung im Winter ist automatisch eine Winterdepression. Viele Menschen kennen den sogenannten Winterblues. Dabei handelt es sich meist um eine vorübergehende Stimmungsschwankung, die den Alltag kaum beeinträchtigt.
Eine Winterdepression geht dagegen deutlich über gelegentliche schlechte Laune hinaus. Die Beschwerden halten oft über Wochen oder Monate an und können die Lebensqualität sowie die Leistungsfähigkeit erheblich einschränken.
Wie erkenne ich eine Winterdepression? Typische Symptome einer Winterdepression
Im Gegensatz zur klassischen Depression führt eine Winterdepression in der Regel nicht zu Schlafstörungen und Appetitlosigkeit – eher das Gegenteil ist der Fall. Hat es uns erwischt, zeigt sich der Winterblues durch Symptome wie starke Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Heißhunger und einer allgemein gedrückten Stimmung. Ähnlich wie bei einer Depression im klassischen Sinn, machen sich bei einigen Betroffenen aber auch körperliche Beschwerden wie Rücken- oder Magenschmerzen bemerkbar.
Je nach Dauer und Schwere der Symptome, gibt es auch bei saisonal abhängigen Depressionen die Möglichkeit einer psychotherapeutischen und/oder medikamentösen Behandlung. Erste Anlaufstelle kann der eigene Hausarzt oder eine telefonische Beratung sein.
Was hilft gegen eine Winterdepression?
Glücklicherweise gibt es einfache Tricks, wie du deinen Körper in der nasskalten Jahreszeit unterstützen kannst.
1. Bewegung & frische Luft
Auch wenn zuhause das gemütliche Sofa und die Kuscheldecke rufen – Bewegung (vorzugsweise an der frischen Luft) hilft uns, fit zu bleiben. Dabei muss es nicht immer Sport sein, in der Mittagspause eine halbe Stunde durch die Natur zu spazieren bringt unseren Kreislauf auch schon in Schwung. Außerdem ist das eine gute Gelegenheit für uns, Tageslicht zu tanken.
Wem es aus beruflichen oder anderen Gründen nicht möglich ist, im Hellen genügend Zeit draußen zu verbringen, sollte sich zumindest so oft es geht am Fenster aufhalten und dort seine Extraportion Licht und Frischluft holen.
2. Mehr Tageslicht
Für alle, die ihr Tageslichtpensum nicht auf normalem Weg füllen können, empfehlen sich spezielle Lichttherapielampen. Durch ihre hohe Lichtleistung von mindestens 10.000 Lux können sie wahre Wunder bewirken. Zum Vergleich: normale Innenraumbeleuchtung kommt in der Regel nur auf 400 bis 500 Lux. Solche speziellen Lampen sind bereits ab 20 Euro erhältlich und je nach Ausführung finden sie Platz auf jedem Schreibtisch. Schon 15 bis 30 Minuten Lichttherapie täglich reichen dabei vollkommen aus.
3. Soziale Kontakte pflegen (Freunde & Hobbys)
Jeder, der schonmal an diesem Punkt war, kennt das Gefühl – eigentlich weiß man, dass einem die Gesellschaft von Freunden oder das Nachgehen der Lieblingsbeschäftigung gut tun würde. Trotzdem zieht man sich immer mehr zurück und verbringt ganze Abende damit, völlig sinnentleert auf den Fernseher zu starren. Dabei kann gerade gemeinsames Lachen und Kommunikation mit anderen oder das Ausüben von Hobbys für einen wahren Stimmungs-Boost sorgen.
Und auch gemeinsames Kuscheln kurbelt in unserem Gehirn die Produktion bestimmter Hormone und Neurotransmitter an, wie beispielsweise Oxytocin und körpereigene Endorphine, die unsere Laune aufhellen.
4. Stress abbauen und reduzieren
Stress kann bis zu einem gewissen Grad gut sein und unsere Produktivität fördern. Übermäßige Belastung jedoch ist auf Dauer nie gut für den menschlichen Körper. Ist man ohnehin schon dauermüde und schlecht gelaunt, kann jede zusätzliche Aufgabe diesen Zustand sogar noch verschlimmern. Trete also rechtzeitig auf die Bremse und gönne dir bewusste Auszeiten – eingekuschelt mit einem Buch auf dem Sofa, bei einem heißen Tee und der Lieblingsserie oder bei einem gemütlichen Spaziergang. Weitere Tipps, wie du Stress abbauen kannst, findest du hier: 7 Tipps zum Stress abbauen
5. Auf eine gesunde Ernährung achten
Wieviel Einfluss unsere Ernährung auf unser Wohlbefinden hat, sollte eigentlich jedem klar sein. Doch gerade im Winter zieht es uns schnell zu den ganzen köstlichen, ungesunden Leckereien. Ganz darauf verzichten müssen wir nicht, allerdings sollte unsere Ernährung, vor allem in den kalten Monaten, eine gesunde Basis für die Unterstützung unseres Immunsystems und Stoffwechsels bilden. Regelmäßig frisches Obst und Gemüse und ausreichend Wasser sollten dabei auf dem Tagesplan stehen, um unseren Körper gesund zu erhalten. Mehr zur gesunden Ernährung erfahren Sie in unserem Blogbeitrag.
Welche Rolle spielt Vitamin D?
Vitamin D wird häufig als „Sonnenvitamin“ bezeichnet, da der Körper es mithilfe von Sonnenlicht selbst bilden kann. In den Wintermonaten reicht die Sonneneinstrahlung in Mitteleuropa jedoch oft nicht aus, um die körpereigene Produktion optimal zu unterstützen.
Vitamin D trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei und übernimmt zahlreiche weitere Aufgaben im Körper.
Wann sollte man ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen?
Halten die Beschwerden über mehrere Wochen an oder beeinträchtigen sie den Alltag erheblich, sollte professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden.
Besonders bei anhaltender Niedergeschlagenheit, starkem sozialem Rückzug oder dem Gefühl, den Alltag nicht mehr bewältigen zu können, ist ein Gespräch mit dem Hausarzt oder einem Psychotherapeuten sinnvoll.
Fazit
Die Winterdepression ist mehr als nur schlechte Laune in der kalten Jahreszeit. Lichtmangel, veränderte Hormonprozesse und ein geringeres Aktivitätsniveau können dazu beitragen, dass Stimmung und Energie leiden. Mit ausreichend Tageslicht, Bewegung, sozialen Kontakten, Stressmanagement und einer ausgewogenen Ernährung lassen sich die Wintermonate jedoch häufig deutlich besser bewältigen. Halten die Beschwerden über längere Zeit an, sollte professionelle Unterstützung in Anspruch genommen werden.
Schlafstörungen hat jeder im Laufe seines Lebens von Zeit zu Zeit. Erfahren Sie jetzt, woher sie kommen und was Sie dagegen tun können.
Gerade im Winter müssen wir unser Immunsystem stärken, um fit und gesund zu bleiben. Wir haben 8 Expertentipps für Sie zusammengestellt.
Erfahren Sie, wie sich Stress auf unser vegetatives Nervensystem auswirkt und was Sie für mehr Entspannung tun können. Jetzt lesen!
Morgens zum Wach werden oder gegen das Nachmittagstief - entdecken Sie jetzt unsere Top 5 Alternativen für Koffein aus Kaffee, Tee & Co.!
Es ist unser Lebenselixier, doch sollte man wirklich so viel Wasser trinken, wie überall empfohlen wird? Finden Sie es heraus!
Die innere Naschkatze zähmen und die Verdauung anregen - lesen Sie, was Bitterstoffe bewirken und ob sie wirklich die Pfunde schmelzen lassen.
Oft möchten wir zu viel in zu wenig Zeit schaffen und überlasten uns selbst. Wussten Sie, dass man dabei 3 Phasen von Stress unterscheidet?
Erfahren Sie jetzt, warum Vitamin D für Ihre Gesundheit & Leistungsfähigkeit wichtig ist! Jetzt lesen & optimal versorgt sein!
Gesunde Ernährung leicht gemacht: Lesen Sie jetzt, wie Sie Ihren Körper mit allen essentiellen (Mikro-)Nährstoffen versorgen können!
Die Temperaturen sinken, die Stimmung auch - erfahren Sie mehr über die Ursachen von Winterdepression und was dagegen hilft.