Automatisch 10 % Rabatt beim Kauf von 3 oder mehr Nahrungsergänzungsmitteln

Teilen auf:
Nahrungsergänzung | News | Wissen

Die Unterschiede zwischen den pflanzlichen Kapselhüllen HPMC und Pullulan

Warum werden Kapselhüllen verwendet?

Für Nahrungsergänzungsmittel in Pulverform bieten sich sogenannte Hartkapseln als Schutzhülle an. Diese Kapseln werden auch als „Überzugmittel“ bezeichnet. Damit können Produktmischungen angeboten werden, die in verschieden Konstellationen Vitamine, Mineralstoffe oder Pflanzenbestandteile enthalten. Darüber hinaus wird durch die Überzugmittel gesteuert, ob die Inhaltsstoffe entweder über den Magen aufgenommen werden oder die Passage durch den Magen, durch sogenannte magensaftresistente Kapselhüllen, überstehen.

Hartkapseln sind geschmacksneutral und lassen sich mit ausreichend Wasser leicht einnehmen. Für lange Zeit war Gelatine das wichtigste Ausgangsmaterial zur Herstellung von Kapselhüllen. Da Gelatine aus Tierhaut und Knochen gewonnen wird, ist sie jedoch für Veganer und Menschen, die aus moralischen Gründen auf den Verzehr bestimmter Tierprodukte verzichten möchten, ungeeignet.
Kapselhüllen aus Hydroxypropylmethylcellulose (HPMC) und Pullulan stellen mittlerweile eine geeignete Alternative auf pflanzlicher Basis dar. Allerdings stellt sich hier die Frage, wie sich diese pflanzlichen Hüllen voneinander unterscheiden und welche Vor- und Nachteile diese Kapseln mit sich bringen.

 

Was sind HPMC Kapseln?

HPMC ist ein halbsynthetisches wasserlösliches Derivat der natürlich vorkommenden Zellulose. Ausgangstoff für die Herstellung von HPMC sind zerkleinerte Holzstücke (z.B. Pinienholz), welche durch unterschiedliche Prozesse aufgearbeitet werden, bis schließlich eine Kapselhülle geformt werden kann. Zellulose und ihre Derivate finden häufig in der Lebensmittelindustrie Anwendung und gehören zur Gruppe der Ballaststoffe, das heißt sie können von Menschen nicht verdaut werden, sondern werden als solches wieder ausgeschieden. Sie sind in der Lage, zusammenhängende Filme zu bilden. Dadurch eigenen sie sich als Überzug oder als Kapselhüllen für Nahrungsergänzungsmittel. Je nach Substitutionsgrad lösen sich diese unterschiedlich langsam auf. Durch die in der Zellulose enthaltenen Bausteine ist der Grad ihrer Löslichkeit bestimmbar.

 

Was sind Pullulan Kapseln?

Pullulan ist ein natürliches, wasserlösliches lineares Polysaccharid, das aus Maltotriose-Einheiten besteht. Pullulan wird mithilfe des Pilzes Aureobasidium pullulans aus Poly-Maltotriose, Guarkernmehl, Algenextrakt, Essigsäure und Wasser produziert.

Verschiedene Bakterien besitzen Enzyme, sogenannte Pullulanasen, mit denen sie Pullulan spalten und als Kohlenstoffquelle nutzbar machen können. Da es durch die im Speichel enthaltenen Amylasen nicht spaltbar ist, wird es unverdaut vom Körper wieder ausgeschieden. In der Lebensmittelindustrie wird Pullulan ebenfalls als Überzugsmittel, Geliermittel und Verdickungsmittel geführt. Aus Pullulan werden Dragees, Kapseln und Tabletten hergestellt.

 

HPMC und Pullulan im direkten Vergleich

Es handelt sich in beide Fällen um vegane Kapseln, die vom Körper wie wasserlösliche Ballaststoffe unverdaut ausgeschieden werden. HPMC und Pullulan gelten beide als gesundheitlich unbedenklich und sind ohne Höchstmengenbeschränkung (quantum satis) für Lebensmittel zugelassen.

Pullulan Kapseln verfügen über eine stärkere Barriereeigenschaft gegenüber Sauerstoff, allerdings sind sie deutlich hygroskopischer als HPMC Kapseln, das bedeutet sie sind aktiv wasseranziehen und binden dieses ein. Somit werden die Kapselinhalte von Pullulan Kapseln im Vergleich zu HPMC Kapseln besser gegen Oxidation geschützt, nicht aber vor Hydrolyse durch feuchte Lagerbedingungen. Dies bietet keine Vorteile gegenüber stark wasserziehenden Inhaltsstoffen, da lediglich oxidationsanfällige Stoffe – hauptsächlich Antioxidantien wie: Carotinoide, Flavonoide, Polyphenole, Selen, Tocopherol, Vitamin A, Vitamin C, Vitamin E oder Zink – besser durch Pullulan Kapseln geschützt werden als durch HPMC Kapseln. Dies bedeutet jedoch keineswegs, dass HPMC Kapseln keinen Schutz vor Oxidation bieten. Pullulan Kapseln können zudem im Gegensatz zu HPMC Kapseln nicht mit wässrigen oder flüssigen Inhaltsstoffen befüllt werden, weil sie sich sonst vor Gebrauch auflösen. Allgemein wird beim Verzehr von Pullulan Kapseln über eine schnell ansetzende Auflösung bereits im Mund berichtet, welche die Kapseln klebrig und dadurch schwerer schluckbar machen.

Für Produkte mit feuchtigkeitsempfindlichen Rohstoffen eignen sich HPMC Kapseln deutlich besser. Darunter fallen viele Pflanzenstoffe, aber auch Vitamine, Mineralien sowie Prä- und Probiotika. HPMC Kapseln bieten eine weit bessere Feuchtigkeitsbarriere als Pullulan Kapseln, da sie eine niedrigere Hygroskopizität und einen geringeren Feuchtigkeitsgehalt aufweisen. Zudem lösen sie sich nicht bereits im Mund, wodurch sie leichter schluckbar sind als Pullulan Kapseln.

 

Tabelle 1: Pullulan und HPMC Kapseln im direkten Vergleich

  Pullulan Kapseln HPMC Kapseln
Quelle pflanzlich pflanzlich
Löslichkeit sehr leicht wasserlöslich wasserlöslich
Verarbeitung natürliche Fermentation synthetische Aufbereitung
Luftbarriereschutz höher niedriger
Hygroskopizität höher niedriger
Feuchtigkeitsgehalt 8 – 10 % 2 – 3 %
Schluckbarkeit schlechter besser

 

 

PEG und Carrageen in Kapselhüllen

Neben der Tatsache, dass sowohl Pullulan als auch HPMC Kapseln als sicher eingestuft sind, wird in einer Studie berichtet, dass die vermehrte und dauerhafte Einnahme von herkömmlichen Pullulan und HPMC Kapseln zelltoxische und entzündliche Wirkungen entfalten können. Welcher Bestandteil in Pullulan für diese Beobachtung verantwortlich sein könnte, ist jedoch unklar. Bei HPMC Kapseln sind derartige Effekte nur zu beobachten, wenn diese Polyethylenglycol (PEG) und Carrageen enthalten.

PEG ist in sehr vielen kosmetischen Produkten als Inhaltsstoff aufgelistet. Polyethylenglycole sind nicht toxisch oder wirken in irgendeiner bekannten Weise direkt gesundheitsschädlich auf den menschlichen Organismus. Dennoch kann PEG Nebenwirkungen mit sich bringen. Die nachteiligen Nebeneffekte von PEG entfalten sich indirekt und vor allen Dingen bei längerer Nutzung. Häufig wird PEG auch im Zusammenhang mit Nebenwirkungen bei der Corona Impfung in Verbindung gebracht.

Carrageen gilt als unbedenklich und ist frei zugelassen. Allerdings stellen einige Forscher diesen Zusatzstoff in Frage und ihm werden gesundheitsschädliche oder zumindest bedenkliche Nebenwirkungen nachgesagt. Einige Studien weisen auf ein erhöhtes Krebsrisiko bei übermäßigem Carrageen Verzehr hin. Die Wissenschaft ist sich nicht einig ob dieser Stoff tatsächlich so unbedenklich ist.

Aus diesen Gründen verzichten wir bewusst bei all unseren HPMC Kapseln auf den Einsatz von PEG und Carrageen.

 

Fazit

Wir bei Neurolab Vital haben uns bewusst für die Verwendung von HPMC Kapseln entschieden, da sie mehrere Vorteile bieten – sie sind sicher, pflanzlich und zeigen bei vorgegebener Verwendung keine negativen Auswirkungen auf den Körper. Sie sind frei von Konservierungs- und Farbstoffen und für Diabetiker geeignet. Sie haben eine hohe zertifizierte Qualität, bestehen aus rein pflanzlicher Zellulose und sind zu 100 % vegan. Im Gegensatz zu Pullulan Hüllen verkleben sie nicht und sind leichter schluckbar. Unsere HPMC Kapseln sind frei von PEG und Carrageen und bieten einen sicheren Schutz vor Feuchtigkeit, um eine optimale Qualität zu garantieren. Sie sind damit die beste Alternative zu Hüllen aus Pullulan oder tierischen Bestandteilen.

Bei weiteren Fragen zu unseren Kapseln oder Produkten steht Ihnen unsere Fachabteilung gerne zur Verfügung.

30%

Du möchtest schon gehen?

Schließe jetzt noch schnell deine Bestellung ab und sichere dir unseren einmaligen Rabatt von 30% auf deinen gesamten Warenkorb. 

Nur für kurze Zeit gültig!

:
00
Minuten
:
00
Sekunden

*Dieser Rabatt kann nur einmal pro Person eingelöst werden.